Berufsbild
Anlagen- und Apparatebauer -innen, Fachrichtung Schmiedetechnik, erlernen den Umgang mit verschiedenen Metallen bezüglich deren Umformung. Mit grossen Pressen und Schmiedehämmern verformen sie Metalle zu Rohlingen, die nach der mechanischen Bearbeitung im Maschinen-, Flugzeug-, Bahn- und Fahrzeugbau sowie in der Medizinaltechnik und der chemischen Industrie zum Einsatz kommen. Mit den ihnen unterstellten Hilfskräften stellen die Anlagen- und Apparatebauer/innen im Team anhand von Zeichnungen und vorgegebenen Daten die gewünschten Rohlinge her. Die Anzahl der zu schmiedenden Teile kann dabei von einem Einzelstück bis Serien von einigen tausend Stück reichen. Die Stückgewichte können zwischen wenigen hundert Gramm und mehreren Tonnen betragen.
Praktische Ausbildung
Die praktische Grundausbildung erfolgt im Betrieb und wird ergänzt durch die überbetrieblichen Kurse.
Basisausbildung (1. und 2. Lehrjahr)
- Umformen von verschiedenen Werkstoffen mit den entsprechenden Maschinen
- Fügen mit verschiedenen Verbindungstechniken (Schweissen, Löten, Kleben, Verschrauben etc.)
- Erlernen der Arbeitstechniken wie Bohren, Gewindeschneiden, Sägen, Messen, Prüfen
- Montieren von einzelnen Werkstücken zu Baugruppen
- Inbetriebnahmen und Behebung von Funktionsstörungen an Baugruppen
Ergänzungsausbildung
- Firmenspezifische Technologien und Produktkenntnisse anwenden
- Kennenlernen der mechanischen Bearbeitung und der verschiedenen Wärmebehandlungen
Schwerpunktausbildung Fachrichtung Schmiedetechnik
- Fertigungsunterlagen interpretieren, Schmiedefolgepläne erstellen
- Schmiedevorschriften und Sicherheitsbestimmungen konsultieren und Massnahmen für den Sach- und Personenschutz treffen
- Werkzeuge, Vorrichtungen sowie Schmiedeteile und Hilfsstoffe bestimmen und bereitstellen
- Arbeitsplatz gestalten und Schmiedemaschinen einrichten
- Einfache Ambossarbeiten ausführen
- Bedienen und überwachen von Schmiedemaschinen
- Qualitätskontrollen durchführen und Schmiedevorgänge optimieren
- Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen
- Technische Dokumente erstellen
Anforderungen
- Sekundarschule der Niveaustufen A, B, C (Niveau C: gute Mathematiknoten)
- Technisches Verständnis, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick
- zuverlässige und ausdauernde Arbeitsweise
- Bereitschaft in einer etwas raueren Arbeitsumgebung zu arbeiten
- Teamfähigkeit und Freude an abwechslungsreichen Tätigkeiten
Wichtig zu wissen
- Dauer der Lehre: 4 Jahre
- Berufsschule im 1. Jahr, 2 Tage pro Woche und vom 2. bis 4. Jahr, 1 Tag pro Woche